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Vorschussbetrug – immer wieder neue Opfer

Kaum zu glauben – aber es passiert immer wieder.

Stellen Sie sich vor, Ihnen wird per Anruf oder Mail mitgeteilt, Sie hätten 40.000 EUR gewonnen. Da kann man sich freuen. Sie überlegen kurz, wo Sie eigentlich ein Los gezogen oder bei einer Lotterie mitgespielt haben – aber die Freude und Aufregung schalten jede Denklogik aus.

Ihnen wird mitgeteilt, dass Sie für die Übergabe des Betrages eine dem Gewinn angepasste Sicherheitsleistung bezahlen müssen, sagen wir 900 EUR in Form von Codes von z.B. Amazon-Gutscheinen (nur als Beispiel). Und so kaufen Sie z.B. Amazon-Gutscheine im Wert von 900 EUR und senden die Codes der Gutscheine an die vom Anrufer benannte Person.

Wenige Tage später erhalten Sie erneut einen Anruf: Der Gewinn sei sogar noch höher – 90.000 und nicht nur 40.000 EUR. Für die Übergabe müsse jetzt eine Versicherungsprämie bezahlt werden, sagen wir 4.000 EUR, zu zahlen per z.B. Western Union (nur als Beispiel) an eine Person in z.B. Bulgarien (nur als Beispiel).

Freude und Aufregung schalten erneut jede Denklogik aus. Sie tun es. Die Tage vergehen, und Wochen später ahnen Sie Böses. Kein Anruf mehr wegen angeblicher Übergabe des Gewinns. Sie wurden hereingelegt.

Richtig. Sie haben viel Geld verloren! Und die Wahrscheinlichkeit, die Täter und Hintermänner zu identifizieren, tendiert gegen Null.

Dieser sog. Vorschussbetrug kennt diverse „Deckmäntel“: Gewinn bei Glücksspiel, Mitteilung über eine Erbschaft, usw.

Tipp:

Das nächste Mal bitte direkt einen Anwalt aufsuchen, ehe Sie Gelder „freudenblind“ verteilen und/oder zur Polizei gehen und Strafantrag stellen. Nur so besteht eine Chance, ein solches betrügerisches Netzwerk aufzuspüren.